Ganz besonders wenn man seine seine Gäste bei einem gemeinsamen Abendessen, Dinner oder sei es auch nur ein gemütliches Treffen stilecht bewirten möchte, sollte man auf die richtigen Weingläser achten. Denn bei Rot- oder Weißwein macht es schon einen Unterschied, ob man ihn aus einem entsprechenden Weinglas serviert bekommt und trinkt.

Vor einiger Zeit war ich bei einem guten Freund eingeladen, der mir ein Glas hervorragenden Rioja anbot, welchen ich auch dankend annahm. Doch ich staunte nicht schlecht, als mir der gute Tropfen anschließend in einem gewöhnlichen flachen Wasserglas angeboten wurde. Außerdem wurde der gute Tropfen vor dem Genuss auch nicht mit einem Weindekanter dekantiert. So schmeckte der Wein zwar trotzdem gut, doch durch das vorherige Dekantieren, aber insbesondere auch die Wahl eines richtigen Rotweinglases hätte mit Sicherheit zu noch größerem Genuss geführt. Ein Grund mehr einen kleinen Ratgeber für die Wahl des richtigen Weinglases zu schreiben.

Welche Weingläser sollte man mindestens im Schrank haben?

Es ist klar, dass nicht jeder der hin und wieder mal ein Glas Wein trinkt eine vollständige Sammlung von passenden Weingläsern für jede Weinsorte in seinem Küchen- oder Barschrank horten möchte. Dies wäre angesichts der seltenen  Nutzung der Weingläser und des dafür notwendigen Raums auch nicht unbedingt sinnvoll. Doch welche Weingläser brauche ich und wie finde ich die richtigen Weingläser?

Um jedoch zumindest für die stilechte Bewirtung von Weiß- und Rotweinen gerüstet zu sein, sind für den Einstieg zumindest das Vorhalten einer Sorte Weiß- und Rotweingläser zu empfehlen. Von vielen Herstellern wie Schott Zwiesel, Riedel, Leonardo, Spiegelau & Nachtmann oder Stölzle gibt es jeweils praktische Weinglas-Sets mit 4 oder 6 Weingläsern, welche auch das Bewirten von mehreren Gästen oder das Verkosten mehrerer Weine an einem Abend ohne lästiges Abspülen ermöglichen. Doch wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Weingläser überhaupt?


Schmale tulpenförmige Weingläser für Weisswein

WeissweinglasFür das Servieren von Weißweinen werden in der Regel Gläser mit einem schmaleren Kelch und einer weniger breiten Glasöffnung genommen. Als echter Weinkenner kann man sogar für schwere und leichte Weißweine unterschiedlich ausgeformte Weingläser verwenden.

Für den ambitionierten Einstieg genügt es meiner Ansicht nach jedoch auch, grob auf die richtige Form zu achten und für den Einstieg erstmal nur eine Sorte Weißweingläser vorzuhalten. Als Faustregel für Weißweingläser gilt: Sie sind im Vergleich zu einem richtigen Rotweinglas deutlich schmaler im Volumen ihres Kelches und verfügen über eine schmalere Glasöffnung. Gute Allround-Gläser sind ein Mittelding zwischen bauchig und schmal.

Viele Weingenießer vergleichen die Form eines guten Weißweinglases deshalb auch mit einer Tulpe, was auch relativ naheliegend ist. Durch die schmale zulaufende Tulpenform sorgt diese Art Weinglas dafür, dass die fruchtigen Weinnoten sich im Glas sammeln können, sich entwickeln und beim Riechen und Schmecken des Weins viel besser wahrgenommen werden können. Weingläser für eher schwere Weißweine wie Chardonnay oder Sauvignon Blanc sind hierbei etwas bauchiger als Gläser für leichte Weißweine wie Riesling oder Grauburgunder.

Breitere und bauchigere Weingläser für Rotwein

RotweinglasDa Rotweine in der Regel schwerer und beständiger als Weißweine sind, sollte man für den Rotweingenuss Gläser mit anderen Eigenschaften verwenden. Rotweingläser zeichnen sich dabei, im Vergleich zum Weissweinglas, durch eine bauchigere Form und eine breitere Glasöffnung aus.

Der Hintergrund dabei ist, dass der Wein durch das größere Volumen im Weinglas seine kräftigen Aromen im Zusammenspiel mit der Luft, ähnlich wie beim Dekantieren von Wein in einem Weindekantierer, besser zur Entfaltung bringen kann. Der Geschmack wird breiter und die versteckten Aromen im Wein präsentieren sich deutlicher und sind für den Genießer klarer und intensiver wahrnehmbar. Als Faustregel kann hierbei gelten: Je schwerer der Wein umso bauchiger das benötigte Weinglas. Besonders bauchige Gläser empfehlen sich zum Beispiel für Weine der Rebsorte Syrah. Klassische Bordeaux oder Rioja können auch auch in weniger breiten Gläsern hervorragend munden. Ein gutes Allround-Rotweinglas weist einen mittelbreiten Kelch auf und passt so, dass sich relativ viele Weinsorten gut hieraus genießen lassen.

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